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Auf Leinwand "Bilderbuch Theodor trödelt", eine Pädagogin sitzt rechts auf einem Stuhl, ein Pädagoge steht vor Leinwand und macht etwas vor. Kinder stehen und machen es nach.
Mit Luftabllons geschmückter Kinosaal mit gemütlichen Tischgruppen und Blumen
Fotoworkshop mit Leinwand, Beleuchtung, Kamera und drei jungen Erwachsenen, die an Kamera stehen (Blick von hinten)
Bürohund Theo im Kinosaal vor gemütlich gedimmten Licht und Kuschelteppich samt Kissen im Hintergund
Nahbildaufnahme von 2 Schüsseln mit Popcorn udnd Gummibärchen und Händen, die in die Schüsseln greifen.
Auf Leinwand "Bilderbuch Theodor trödelt", zwei Päadagog*innen sitzen vorn, eine auf Stuhl, einer auf Teppich. Eltern und Kinder von hinten zu sehen, wie sie lauschen
Blick in zwei Scheinwerfer. Dazwischen Kamera auf Stativ und 3 junge Erwachsene
kleiner Kinosaal mit 5 Stuhlreihen
4 Kinder im Kindergartenalter sitzen an einem Basteltisch und malen und bekleben Buttons
Blick in den gemütlichen Kinosaal mit gedimmten Licht und Kuschelteppich samt Kissen und Bestuhlung dahinter
Blick auf Leinwand mit gedimmten Licht und Kuschelteppich samt Kissen und Bestuhlung dahinter
Mit Luftabllons geschmückter Kinosaal mit gemütlichen Tischgruppen und Blumen
Ein Kind im Grunschulalter sitzt auf einem Stuhl mit einer VR-Brille
Ein Mann sitzt mit einer VR-Brille vor einem großen Bildschirm, der zeigt was er sieht

Film­vor­schlä­ge

Film­tipps für jedes Alter
Hier fin­den Sie aus­ge­wähl­te Film­emp­feh­lun­gen – sor­tiert nach Alters­grup­pen: für Kin­der und Jugendliche/ Erwach­se­ne.

Bit­te beach­ten Sie:
Die Fil­me dür­fen aus­schließ­lich im Rah­men nicht-kom­mer­zi­el­ler Vor­füh­run­gen in Innen­räu­men gezeigt wer­den. Die Aus­leih- und Lizenz­kos­ten betra­gen 40 € (net­to) pro Film und Vor­füh­rung. Wer­bung mit Film­ti­teln ist nicht erlaubt, Ein­tritts­gel­der dür­fen nicht erho­ben wer­den. Musik­rech­te (GEMA) sind nicht ent­hal­ten und müs­sen ggf. sepa­rat erwor­ben wer­den.

0–11 Jah­re

  • 2 klei­ne Hel­den


    2002 | 87 min. | FSK 0 | emp­foh­len ab 6

    Der 10-jäh­ri­ge Mar­cel­lo hat es nicht leicht. Sein Vater möch­te aus ihm einen Pro­fi­fuß­bal­ler machen, doch Mar­cel­lo schießt meis­tens am Tor vor­bei. Sei­ne Mut­ter wünscht sich, dass aus ihrem Kind ein Pries­ter wird und steckt Mar­cel­lo vor­sorg­lich schon ein­mal in den Kir­chen­chor. Doch Mar­cel­lo kann auch nicht sin­gen. Sein Traum ist es, hoch über die Dächer sei­ner Hei­mat­stadt zu flie­gen. Wäre da nur nicht sei­ne Höhen­angst.
    Mar­cel­lo ist rat­los und wen­det sich an Jesus, und sofort schickt der Him­mel Hil­fe: Fati­ma, eine neue, mus­li­mi­sche Mit­schü­le­rin. Mit ihr ändert sich alles. Fati­ma ist selbst­be­wusst und eine groß­ar­ti­ge Fuß­bal­le­rin. Aber auch Fati­ma hat Pro­ble­me. Ihre älte­ren Brü­der wol­len ihr das Fuß­ball­spie­len ver­bie­ten.
    Doch zusam­men las­sen sich die bei­den klei­nen Hel­den jetzt nicht mehr unter­krie­gen…

  • Ande­re Wel­ten

    2013 | 73 min. FSK 6

    Die Fil­me zei­gen unter­schied­li­che Arten der Onlinen­ut­zung von Jugend­li­chen im Alter zwi­schen 14 und 18 Jah­ren. Dabei spie­len vor allem Com­pu­ter­spie­le und Sozia­le Netz­wer­ke eine Rol­le. Die Jugend­li­chen gehen in Inter­views auf die eige­ne Com­pu­ter­nut­zung, deren Fol­gen und den erleb­ten Erwar­tungs­druck der Eltern und Leh­rer ein. Sie reflek­tie­ren ihren Umgang mit dem Inter­net und ande­ren Arten der Com­pu­ter­nut­zung. Zusätz­lich zu den per­sön­li­chen Erfah­rungs­be­rich­ten kom­men medi­en­päd­ago­gi­sche Exper­ten zu Wort. Damit sind die Fil­me zugleich Auf­klä­rungs­me­di­en für Jugend­li­che zur Refle­xi­on der eige­nen Medi­en­nut­zung sowie für pro­fes­sio­nell oder pri­vat Erzie­hen­de zur Ein­schät­zung eines ver­meint­li­chen oder wirk­li­chen Pro­blems aus Sicht der betrof­fe­nen Jugend­li­chen, jeweils ergänzt durch die Bei­trä­ge der Medi­en­päd­ago­gen.

  • Ani­mal Farm

    1953 | 74 min. FSK 6 | emp­foh­len ab 10

    Die Tie­re eines Bau­ern­ho­fes leh­nen sich gegen ihren tyran­ni­schen Guts­herrn auf. Sie jagen die Men­schen davon und über­neh­men selbst die Herr­schaft. Die füh­ren­de Klas­se sind die Schwei­ne. Macht­kämp­fe, Gleich­schal­tung, Liqui­die­rung der Oppo­si­ti­on, Selbst­kri­tik, Akti­vis­ten­tum, Geheim­po­li­zei sind die Fol­gen. Das gewähl­te Ober­haupt wird gestürzt, als es berech­tig­te For­de­run­gen zur Erhö­hung der Lebens­qua­li­tät durch­set­zen will. Ein Nach­fol­ger mit dem sin­ni­gen Namen Napo­le­on schwingt sich zum Allein­herr­scher auf. Er lässt sei­ne Vor­gän­ger liqui­die­ren und schafft das par­la­men­ta­ri­sche Sys­tem ab. Mit der Zeit wird ein Tier­ge­bot nach dem ande­ren außer Kraft gesetzt — bis auf das eine: “Alle Tie­re sind gleich — aber eini­ge sind glei­cher”. Da beschlie­ßen die zum zwei­ten Mal unter­drück­ten Tie­re, noch ein­mal gemein­sam zu handeln.ANIMAL FARM gilt als Klas­si­ker unter den anspruchs­vol­len Zei­chen­trick­fil­men. Er hat trotz sei­nes Alters — der Film fei­er­te bereits 1955 sei­ne Pre­mie­re auf den Inter­na­tio­na­len Film­fest­spie­len Ber­lin — in sei­ner pro­pa­gan­dis­ti­schen Kri­tik an tota­li­tä­ren Gesell­schafts­sys­te­men nichts von sei­ner Aktua­li­tät ein­ge­büßt. Der Eng­län­der Geor­ge Orwell (1903–1950) schrieb das gleich­na­mi­ge Buch 1945 ursprüng­lich als poli­ti­sche Sati­re auf die sozia­lis­ti­schen Fehl­ent­wick­lun­gen in Russ­land (von der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on bis zum Sta­li­nis­mus). Von ihm stammt auch der vier Jah­re spä­ter erschie­ne­ne uto­pi­sche Best­sel­ler-Roman “1984”.

  • Das klei­ne Gespenst

    2013 | FSK 0 | emp­foh­len ab 6

    Seit Urzei­ten haust auf Burg Eulen­stein ein klei­nes Nacht­ge­spenst, das schon lan­ge davon träumt, die Welt ein­mal bei Tages­licht zu sehen – aber auch sein Freund, der Uhu Schuhu, weiß kei­nen Rat. Eines Tages, als das klei­ne Gespenst beim zwölf­ten Schlag der Rat­haus­uhr auf­steht, ist es plötz­lich tag­hell und das Gespenst geis­tert aus­ge­las­sen drauf­los. Doch als der ers­te Son­nen­strahl das Nacht­ge­spenst trifft, wird es schlag­ar­tig pech­schwarz. Aus­ge­rech­net jetzt berei­tet das Städt­chen Eulen­berg sei­ne gro­ße 375-Jahr-Fei­er vor – und “der schwar­ze Unbe­kann­te” ver­setzt den gan­zen Ort in Auf­ruhr. Damit es wie­der ein Nacht­ge­spenst wer­den und zurück nach Hau­se kann, braucht es die Hil­fe der Kin­der Karl, Marie und Han­nes, die eine hals­bre­che­ri­sche Ret­tungs­ak­ti­on star­ten …

  • Das Zau­ber­flug­zeug

    2005 | 94 min. | FSK 0 | Emp­foh­len ab 8

    Char­ly sieht sei­nen Vater Pierre nicht oft, da er wegen sei­nes zeit­in­ten­si­ven Jobs erst spät nach Hau­se kommt. So weiß Pierre auch nicht, dass sich sein Sohn zu Weih­nach­ten ein Fahr­rad wünscht, und schenkt ihm statt­des­sen ein Flug­zeug­mo­dell. Der 8‑Jährige ist zunächst ent­täuscht über das Geschenk, doch als sein Vater kur­ze Zeit spä­ter bei einem Unfall stirbt, ent­wi­ckelt es magi­sche Kräf­te. Char­ly macht sich mit dem flie­gen­den Modell auf den Weg, um sei­nen Papa noch ein­mal zu sehen.

  • Der klei­ne Nick

    2009 | 90 min. | FSK 0

    Als ein Klas­sen­ka­me­rad des klei­nen Nick plötz­lich nicht mehr in die Schu­le kommt, glau­ben sei­ne Freun­de, dass er von sei­nen Eltern im Wald aus­ge­setzt wur­de, weil sie ein neu­es Baby bekom­men haben. Der klei­ne Nick ist ganz beson­ders auf­ge­schreckt, denn in einem Gespräch sei­ner Eltern hat er gehört, dass sei­ne Mama schwan­ger ist. Um dem Schick­sal, im Wald aus­ge­setzt zu wer­den, zu ent­ge­hen, will er sich als per­fek­tes Kind bewäh­ren.

  • Die Blind­gän­ger

    2003 | 87 Min. | FSK 0 | emp­foh­len ab 8

    Marie und Inga, bei­de 13 Jah­re, sind blind. Die Freun­din­nen leben gemein­sam in einem Inter­nat. Gern wür­den sie in einer Band spie­len, doch schon bei der ers­ten Bewer­bung gibt’s eine Abfuhr: “sehr begabt, aber nicht medi­en­taug­lich”. Dann eben nicht, denkt Marie, bis sie Her­bert begeg­net, einem jun­gen Russ­land­deut­schen. Der möch­te zurück in sei­ne Hei­mat Kasach­stan und braucht dafür Geld. Marie beschließt, ihm zu hel­fen. Heim­lich ver­steckt sie den Jun­gen im Inter­nat. Inga kommt auf die Idee, eine eige­ne Band zu grün­den. Sie spie­len in der Stadt und spä­ter auf einem Musik­wett­be­werb, um für Her­bert Geld zu ver­die­nen. Nun müs­sen sie raus aus dem Inter­nat und hin­ein ins Leben. Aber da kann man stol­pern …
    Das alles zeigt der Film in ruhi­gen Bil­dern, mit ent­sät­tig­ten Far­ben und oft redu­zier­tem Licht. Die Blin­den sind hier kei­ne Opfer und auch kei­ne bes­se­ren Men­schen. Sie sind ein­fach Teen­ager!

  • Die Kin­der des Mon­sieur Mathieu

    2004 | 93 min. FSK 6 | emp­foh­len ab 8

    Der arbeits­lo­se Kom­po­nist Clé­ment Mathieu erhält 1949 eine Anstel­lung als Auf­se­her in einem fran­zö­si­schen Inter­nat für schwer erzieh­ba­re Jun­gen. Des­sen Direk­tor, ein unfä­hi­ger Päd­ago­ge, trak­tiert sei­ne Schü­ler nur mit Prü­gel und Arrest. Gegen den Wider­stand des Direk­tors grün­det Mathieu einen Chor und gewinnt all­mäh­lich das Ver­trau­en sei­ner wider­spens­ti­gen Schütz­lin­ge.

  • Die syri­sche Braut

    2004 | 97 min. | FSK 0

    Ein klei­ner Ort in den von Isra­el besetz­ten Golan­hö­hen. Die Hoch­zeit der Dru­sin Mona mit einem syri­schen Fern­seh­star steht kurz bevor. Für Mona ist der Tag der Hoch­zeit der trau­rigs­te ihres Lebens, denn nach der Ein­rei­se nach Syri­en wird sie nie wie­der in ihr israe­lisch besetz­tes Hei­mat­dorf an den Golan­hö­hen zurück­keh­ren kön­nen. Sie muss schließ­lich nach vie­len trä­nen­rei­chen Strei­te­rei­en für immer von ihrer gelieb­ten Fami­lie Abschied neh­men.

  • Ein Fall für die Bor­ger

    1997 | 86 Min. | FSK 6 | emp­foh­len ab 6

    End­lich wis­sen wir’s: Die unzäh­li­gen klei­nen und nütz­li­chen Din­ge des all­täg­li­chen Lebens, die man über die Jah­re in den eige­nen vier Wän­den plötz­lich ver­misst hat und für immer ver­lo­ren glaub­te, sind nur geborgt. Die Bor­ger sind ein “Men­schen­schlag” der win­zigs­ten Sor­te. Sie leben fried­lich unter den Die­len und kom­men immer nur dann unbe­merkt zum Vor­schein, wenn mal wie­der etwas in ihrem Haus­halt fehlt. Der bei den Len­ders zur “Unter­mie­te” woh­nen­den Bor­ger-Fami­lie Clock ste­hen aller­dings har­te Zei­ten bevor. Nicht nur, dass der jüngs­te Sohn der Len­ders den Ver­dacht hegt, dass noch ande­re Lebe­we­sen im Haus ihr Unwe­sen trei­ben. Mit dem schmie­ri­gen, skru­pel­lo­sen Anwalt und Spe­ku­lant Ocious Pot­ter, der sich um jeden Preis das Grund­stück der Len­ders unter den Nagel rei­ßen will, tritt eine ganz neue Gefahr in das Leben der Bor­ger. Trotz­dem, die vier­köp­fi­ge Mini­fa­mi­lie, die sich als letz­te Ver­tre­ter ihrer Art wähnt, will sich nicht kampf­los ent­wur­zeln las­sen…

  • Lau­ras Stern

     

    2004 | Lauf­zeit: 77 min. | FSK 0 (emp­foh­len ab 4)

    Die 7‑jährige Lau­ra ist mit ihren Eltern in eine neue Stadt gezo­gen. Dort fin­det das Mäd­chen zunächst kei­ne Freun­de — dafür aber einen vom Him­mel gefal­le­nen klei­nen Stern. Zwi­schen bei­den ent­wi­ckelt sich eine wun­der­ba­re Freund­schaft. Aber eines Tages muss Lau­ra sich schwe­ren Her­zens von “ihrem” Stern tren­nen, da er auf der Erde ver­lö­schen wür­de. Doch in dem Nach­bars­jun­gen Max fin­det das Mäd­chen einen neu­en Freund.

  • Lola auf der Erb­se

     

    2014 | Lauf­zeit: 90 min. | FSK 0 | emp­foh­len ab 10

    Eigent­lich könn­te Lolas Welt ziem­lich in Ord­nung sein: sie ist elf Jah­re alt und lebt mit ihrer Mut­ter Loret­ta auf dem alten aber wun­der­schö­nen Haus­boot “Erb­se”. Doch seit sich ihr Vater vor zwei Jah­ren “in Luft auf­ge­löst hat”, ist Lola immer mehr zur Außen­sei­te­rin gewor­den. Stän­dig gibt es Ärger. Zu allem Über­fluss pas­siert dann auch noch das Unfass­ba­re – ihre Mut­ter hat einen neu­en Freund! Er heißt Kurt, ist Tier­arzt und dum­mer­wei­se ziem­lich nett. Aber einen Papa kann man nicht ein­fach aus­wech­seln und so tut Lola alles, um die bei­den aus­ein­an­der zu brin­gen.
    Außer dem alten Kapi­tän Solm­sen hat Lola nie­man­den, dem sie sich anver­trau­en kann, bis eines Tages Rebin in ihre Klas­se kommt…
    Der “Neue” ist ziem­lich ver­schlos­sen und geht den ande­ren Schü­lern auch lie­ber aus dem Weg, was Lola gut ver­ste­hen kann. Komisch ist nur, dass Rebins Fami­lie sehr ängst­lich ist und er nach der Schu­le heim­lich arbei­ten gehen muss. Den­noch freun­den sich die bei­den an. Als Rebins Mut­ter schwer erkrankt, wer­den die Din­ge kom­pli­ziert und Lola fin­det her­aus, dass Rebin ein dunk­les Geheim­nis hat…

  • Mein Name ist Eugen

    2005 | 104 min. | FSK 0

    In den 1960er Jah­ren in der Schweiz sol­len die fre­chen Kin­der Eugen, Wrig­ley, Bäsch­te­li und Edu­ard bestraft wer­den. Sie dür­fen nicht mehr zum Pfad­fin­der­la­ger und Wrig­ley soll ins Inter­nat gehen. Eugen und Wrig­ley fin­den eine Schatz­kar­te von Fritz­li Büh­ler, dem König der Laus­bu­ben, um dem sich vie­le Gerüch­te dre­hen. Dar­auf­hin ren­nen die Jun­gen von zu Hau­se weg und suchen nach ihm in Zürich. Auf dem Weg wer­den sie von Eltern und Poli­zis­ten ver­folgt.

  • Wochen­en­d­re­bel­len

     

    2023 | 105 Min. | FSK 6 | Emp­foh­len ab 8

    Als dem zehn­jäh­ri­gen autis­ti­schen Jason ein Wech­sel auf eine För­der­schu­le nahe­ge­legt wird, wol­len sei­ne Eltern alles unter­neh­men, um ihn an sei­ner Schu­le zu behal­ten. Jason hat die Idee, Fuß­ball­fan zu wer­den, um bes­ser mit­re­den zu kön­nen. Dafür muss er jedoch einen Lieb­lings­ver­ein fin­den. Um den zu ermit­teln, will Jason mit sei­nem Vater Mir­co alle 56 Bun­des­li­ga­ver­ei­ne bei Heim­spie­len ken­nen­ler­nen. Auf den fol­gen­den Wochen­end­trips ler­nen sich aller­dings auch Vater und Sohn noch ein­mal neu ken­nen.

Ab 12 Jah­ren

  • Ben X

     

    2007 | 94 min. FSK 12 | emp­foh­len ab 12

    Ben ist ein hoch­in­tel­li­gen­ter und hyper­sen­si­ti­ver Außen­sei­ter, der sich aus der rea­len Welt ger­ne in die des Online-Spiels Archlord flüch­tet. Nur dort ist er ein Held und hat eine tol­le Freun­din. In der Schu­le ist er pas­si­ves Mob­bing-Opfer, das sich weder sei­ner für ihn kämp­fen­den Mut­ter noch wohl­wol­len­den Leh­rern öff­net.

  • Das Leh­rer­zim­mer

     

    2023 | 98 min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Die jun­ge Leh­re­rin Car­la ist neu im Job und beginnt ihre ers­te Anstel­lung an einer Schu­le. Als sie fest­stellt, dass dort gestoh­len wird, beginnt sie, auf eige­ne Faust Nach­for­schun­gen anzu­stel­len. Sie stößt dabei auf erheb­li­chen Wider­stand im Kol­le­gi­um, das sei­ne eige­nen rigi­den Stra­te­gien fährt, um die Fäl­le auf­zu­klä­ren. Auch Eltern und Schü­ler zei­gen wenig Ver­ständ­nis. Als aus­ge­rech­net die Mut­ter eines Schü­lers schließ­lich zur Haupt­ver­däch­ti­gen wird, gera­ten Car­las Metho­den an ihre Gren­zen.

  • Das schwei­gen­de Klas­sen­zim­mer

     

    2018 | 107 Min. | FSK 12 | Emp­foh­len ab 14

    Als die Abitu­ri­en­ten Theo und Kurt im Jahr 1956 von West­ber­lin in die DDR zurück­keh­ren, haben sie Scho­ckie­ren­des zu berich­ten. Sie haben Bil­der vom Unga­ri­schen Volks­auf­stand gese­hen und ani­mie­ren dar­auf­hin ihre Klas­sen­ka­me­ra­den zu einer Schwei­ge­mi­nu­te, wel­che sie im Geschichts­un­ter­richt abhal­ten. Die Aus­wir­kun­gen ihrer Akti­on haben sie dabei völ­lig unter­schätzt: Der Bil­dungs­mi­nis­ter wird auf die Jugend­li­chen auf­merk­sam und erklärt sie zu Staats­fein­den.

  • Das weis­se Band

     

    2009 | 144 min. | FSK 12

    Im nord­deut­schen Dorf Eich­wald herrscht eine stren­ge Hier­ar­chie. Die wich­tigs­ten Bür­ger, dar­un­ter der Pas­tor, der Dok­tor und der Baron, üben skru­pel­los ihre Macht aus. Alle ande­ren Bewoh­ner fügen sich ihnen. Doch dann wird die trü­ge­ri­sche Idyl­le plötz­lich durch meh­re­re merk­wür­di­ge Unfäl­le gestört. Der Dok­tor stürzt durch ein Draht­seil vom Pferd, der Sohn des Barons wird ent­führt und miss­han­delt und eine Arbei­te­rin im Säge­werk des Barons kommt auf tra­gi­sche Wei­se ums Leben.

  • Die Deutsch­stun­de

     

    2019 | 125 min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Deutsch­land, kurz nach dem Zwei­ten Welt­krieg. Der Jugend­li­che Sig­gi Jep­sen (Tom Gro­nau) muss in einer Straf­an­stalt einen Auf­satz zum The­ma „Die Freu­den der Pflicht“ schrei­ben. Er fin­det kei­nen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Auf­ga­be am nächs­ten Tag nach­ho­len muss, dies­mal zur Stra­fe in einer Zel­le, schreibt er wie beses­sen sei­ne Erin­ne­run­gen auf. Erin­ne­run­gen an sei­nen Vater Jens Ole Jep­sen, der als Poli­zist zu den Auto­ri­tä­ten in einem klei­nen nord­deut­schen Dorf zähl­te und den Pflich­ten sei­nes Amtes rück­halt­los erge­ben war. Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs muss er sei­nem Jugend­freund, dem expres­sio­nis­ti­schen Künst­ler Max Lud­wig Nan­sen, ein Mal­ver­bot über­brin­gen, das die Natio­nal­so­zia­lis­ten gegen ihn ver­hängt haben. Er über­wacht es peni­bel, und Sig­gi, elf Jah­re alt, soll ihm hel­fen. Doch Nan­sen wider­setzt sich – und baut eben­falls auf die Hil­fe von Sig­gi, der für ihn wie ein Sohn ist. Der Kon­flikt zwi­schen den bei­den Män­nern spitzt sich immer wei­ter zu – und Sig­gi steht zwi­schen ihnen. Anpas­sung oder Wider­stand? Die­se Fra­ge wird für Sig­gi entscheidend…(WildBunch) Durch den Ver­zicht auf natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Sym­bo­lik und durch die ellip­ti­sche Erzähl­wei­se öff­net sich der Film für eine Dis­kus­si­on, die the­ma­tisch bis in die Gegen­wart reicht. Auf Augen­hö­he mit Sig­gi ent­fal­tet sich ein zugleich indi­vi­du­el­les wie all­ge­mein­gül­ti­ges Dra­ma, das zur Iden­ti­fi­ka­ti­on ein­lädt und päd­ago­gi­sche Anknüp­fungs­punk­te für den Kunst‑, Deutsch‑, Ethik und Geschichts­un­ter­richt bie­tet. (kinofenster.de)

  • Die Kin­der des Kali­fats

     

    2017 | 103 min | FSK 16

    Der Film­re­gis­seur Tal­al Der­ki und sein Kame­ra­mann Kaht­an Has­son beglei­ten den All­tag von Abu Osa­ma und sei­ner Fami­lie über einen Zeit­raum von zwei Jah­ren im Nord­wes­ten Syri­ens. Die Kin­der wach­sen in einem isla­mi­schen Kali­fat auf und wer­den streng erzo­gen. Sei­ne bei­den Söh­ne Ayman und Osa­ma besu­chen nicht die Schu­le, son­dern erhal­ten Koran­un­ter­richt. In einem Mili­tär­camp wer­den ihnen der Umgang mit Waf­fen, Gehor­sam und Dis­zi­plin ver­mit­telt.

  • Edel­weiß­pi­ra­ten

     

    2004 | 100 min. | FSK 12

    Die lose orga­ni­sier­te Köl­ner Jugend­grup­pe der Edel­weiss­pi­ra­ten legt sich wäh­rend der NS-Zeit mit der Hit­ler­ju­gend an. Um dem Regime die Stirn zu bie­ten und ein Zei­chen zu set­zen, malen sie nazi­feind­li­che Paro­len an Haus­wän­de. Als zwei Mit­glie­der zufäl­lig auf einen ent­flo­he­nen KZ-Häft­ling sto­ßen, begin­nen sie, ihren Wider­stand gründ­li­cher zu orga­ni­sie­ren. Der Film zeigt, wie sich das pro­le­ta­ri­sche Arbei­ter­mi­lieu der Nazi-Herr­schaft wider­setz­te.

  • Fack ju Göh­te 3

     

    2017 | 115 Minu­ten | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Die Goe­the-Gesamt­schu­le steht vor dem Aus: Falls sie ihre Pro­ble­me nicht schnells­tens löst, wird sie geschlos­sen. Um die Schu­le — und sei­nen Job — zu ret­ten, muss Pro­le­ten-Leh­rer Zeki Mül­ler sei­ne Cha­os­schü­ler um Chan­tal und Dan­ger irgend­wie durchs Abitur brin­gen. Doch die sind nicht gera­de moti­viert, seit eine Frau vom Berufs­in­for­ma­ti­ons­zen­trum ihnen die Zukunfts­aus­sich­ten ver­miest hat. Zeki muss sich etwas ein­fal­len las­sen. Dazu sitzt ihm auch noch die neue Anti-Mob­bing-Beauf­trag­te im Nacken.

  • Gegen die Wand

     

    2004 | 121 min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Cahit Tom­ruk ist ein des­il­lu­sio­nier­ter Alko­ho­li­ker, wel­cher das Leben satt­hat. Im Voll­rausch rast er mit sei­nem Auto gegen eine Wand, über­lebt aber. Im Kran­ken­haus lernt er Sibel ken­nen, ein jun­ges Mäd­chen, das auch einen Sui­zid­ver­such hin­ter sich hat. Sie will ihrem tra­di­ti­ons­ver­haf­te­ten Eltern­haus ent­flie­hen und bit­tet Cahit, mit ihr eine Schein­ehe ein­zu­ge­hen, da sie bei­de tür­ki­scher Abstam­mung sind.

  • Heart of a Lion — Lie­be ist stär­ker als Hass

     

    2013 | 95 Min. | FSK 16 | emp­foh­len ab 16

    Der Neo­na­zi Tep­po ist mit sei­ner Gang sehr glück­lich. Sie sor­gen für ein­an­der und hal­ten sich den Rücken frei. Als er eines Tages auf Sari trifft, wen­det sich das Blatt jedoch, denn Tep­po ver­liebt sich. Er muss sei­ne Gepflo­gen­hei­ten able­gen und ein neu­es Leben begin­nen. Kon­tra­pro­duk­tiv ist dabei aller­dings, dass Sari einen afri­ka­ni­schen Sohn hat. Der ehe­ma­li­ge Ras­sist muss nun ler­nen, mit dem Jun­gen aus­zu­kom­men.

  • Home­vi­deo

     

    2011 | 89 Min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Jakob ist ein ver­schlos­se­ner, sen­si­bler 15-Jäh­ri­ger mit­ten in den Wir­ren der Puber­tät. Mit sei­ner Video­ka­me­ra filmt er alles, was ihn gera­de bewegt. Sei­ne Eltern Claas und Iri­na wis­sen wenig über ihn, zu sehr sind sie mit sich selbst beschäf­tigt. Als Jakobs Mut­ter ihm eröff­net, dass sie sich von Claas tren­nen wird, bricht für ihn eine Welt zusam­men. Auch in der Schu­le hat Jakob Pro­ble­me, doch das ist ihm egal, denn er hat der­zeit nur Augen für Han­nah, in die er sehr ver­liebt ist. Als er gera­de beginnt, ihr näher zu kom­men, gerät ein selbst gedreh­tes Video von Jakob, das ihn beim Ona­nie­ren zeigt, in die Hän­de sei­ner Mit­schü­ler. Einer von ihnen stellt es ins Inter­net und in kür­zes­ter Zeit hat es sich ver­brei­tet…

    Von allen Sei­ten wird Jakob dar­auf­hin aus­ge­lacht und gemobbt, übers Inter­net erhält er im Chat dut­zen­de Hass­bot­schaf­ten. Auch Han­nah bricht den Kon­takt ab. Jakob ist beschämt und ver­zwei­felt; sei­ne Eltern ver­su­chen ihm zu hel­fen, ohne jedoch die Trag­wei­te sei­nes Unglücks wirk­lich zu erken­nen.

  • Ich bin dein Mensch

     

    2021 | 114 min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Eine eben­so intel­li­gen­te wie sar­kas­ti­sche Archäo­lo­gin aus Ber­lin wird aus­ge­wählt, um drei Wochen lang mit einem huma­no­iden Robo­ter zusam­men­zu­le­ben, der als ihr idea­ler Part­ner pro­gram­miert wur­de. Sie soll beur­tei­len, ob Maschi­nen­we­sen künf­tig Bür­ger­rech­te erhal­ten kön­nen. Ein eben­so stil­ler wie fein­sin­ni­ger Sci­ence-Fic­tion-Film mit lei­sem Humor. Mit einer sorg­fäl­ti­gen, auf kleins­te Ges­ten, Bli­cke, Kör­per­hal­tun­gen und Sät­ze kon­zen­trier­ten Insze­nie­rung kreist er um die Fra­ge, wo die Gren­ze zwi­schen Mensch und Maschi­ne ver­läuft, und fin­det uner­war­te­te Ant­wor­ten. (FILM­DIENST)

  • It’s a free world

     

    2007 | 96 min. | FSK 12

    Die ehr­gei­zi­ge, allein­er­zie­hen­de Mut­ter Angie grün­det eine Arbeits­ver­mitt­lungs­agen­tur für ille­ga­le Ein­wan­de­rer und ver­liert mit der Zeit sämt­li­che Skru­pel.

  • Kick it like Beck­ham

     

    2002 | 112 min. FSK 6 | emp­foh­len ab 12

    Jess geht ihren eige­nen Weg – zwi­schen der Tra­di­ti­on ihrer indi­schen Fami­lie und der moder­nen eng­li­schen Lebens­wei­se …
    Jess ist 17, Inde­rin und lebt in Eng­land. Ihre tra­di­ti­ons­be­wuss­ten Eltern haben eine ziem­lich genaue Vor­stel­lung, was aus ihrer Toch­ter ein­mal wer­den soll: eine Juris­tin und gute Ehe­frau. Jess aller­dings hat ande­re Plä­ne: Sie will Fuß­ball spie­len. Heim­lich kickt sie mit den Jungs im Park her­um. Dort trifft sie eines Tages auch Jules, die sie zu einem Trai­ning bei ihrem Girls-Kicker­club über­re­det. Jess ist begeis­tert und spielt fort­an im Frau­en­fuß­ball­team mit. Doch mit­ten in den tur­bu­len­ten Hoch­zeits­vor­be­rei­tun­gen ihrer Schwes­ter fliegt Jess’ Dop­pel­le­ben auf. Ihr erz­kon­ser­va­ti­ver Vater ist ent­setzt. Und dann ist da noch Trai­ner Joe, der den Mädels gehö­rig den Kopf ver­dreht…

  • Leroy

     

    2007 | 89 min. FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Leroy ist ein ganz nor­ma­ler 17-jäh­ri­ger Ber­li­ner Schü­ler: kul­ti­viert, manier­lich, wohl­erzo­gen – und schwarz. Im Gegen­satz zu sei­nen Mit­schü­lern ste­hen bei ihm nicht Hip-Hop und Par­ties, son­dern Mozart und Cel­lo-Spiel sowie Kunst­aus­stel­lun­gen und Goe­the auf dem Pro­gramm. Das ein­zig Coo­le an ihm ist sei­ne aus­la­den­de Afro-Fri­sur, die er unbe­darft durch Ber­lin-Schö­ne­berg trägt. Obwohl er sich dem ande­ren Geschlecht gegen­über unge­schickt und lin­kisch ver­hält, ent­deckt ihn die süße Eva. Bei­de ver­lie­ben sich inein­an­der und wer­den ein Paar. Doch damit fängt der Ärger an: Evas Fami­lie ist rechts­ra­di­kal und ihre fünf tum­ben Brü­der ver­prü­geln am liebs­ten Far­bi­ge.

  • Mon­sieur Clau­de und sei­ne Töch­ter

     

    2014 | 97 min. FSK 0 | emp­foh­len ab 14

    Mon­sieur Clau­de und sei­ne Frau Marie sind ein zufrie­de­nes Ehe­paar in der fran­zö­si­schen Pro­vinz und haben vier ziem­lich schö­ne Töch­ter. Am glück­lichs­ten sind sie, wenn die Fami­li­en­tra­di­tio­nen genau so blei­ben wie sie sind. Erst als sich drei ihrer Töch­ter mit einem Mus­lim, einem Juden und einem Chi­ne­sen ver­hei­ra­ten, gera­ten sie unter Anpas­sungs­druck. In die fran­zö­si­sche Lebens­art weht der rau­he Wind der Glo­ba­li­sie­rung und jedes gemüt­li­che Fami­li­en­fest gerät zum inter­kul­tu­rel­len Minen­feld. Musik in den Eltern­oh­ren ist da die Ankün­di­gung der jüngs­ten
    Toch­ter, einen – Hal­le­lu­jah! – fran­zö­si­schen Katho­li­ken zu hei­ra­ten. Doch als sie ihrem vier­ten Schwie­ger­sohn, dem schwar­zen Charles, gegen­über­ste­hen, reißt Clau­de und Marie der Gedulds­fa­den. Geschwächt durch Beschnei­dungs­ri­tua­le, Hühn­chen halal und kosche­res Dim Sum ist ihr Tole­ranz­vor­rat rest­los auf­ge­braucht. Doch auch Charles’ Fami­lie knirscht über die­se Par­tie mäch­tig mit den Zäh­nen. Weni­ger um bei den Hoch­zeits­vor­be­rei­tun­gen zu hel­fen als sie zu sabo­tie­ren las­sen sich die Eltern auf ein Ken­nen­ler­nen ein. Was folgt ist ein Gemet­zel der natio­na­len Res­sen­ti­ments und kul­tu­rel­len Vor­ur­tei­le. Bis das fami­liä­re Federn­rup­fen dem Braut­paar die Lust an der Hoch­zeit zu ver­der­ben droht… (Quel­le: Pres­se­heft)

  • Nah­schuss

     

    2021 | 111 min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    In den 1970er-Jah­ren wird ein jun­ger Inge­nieur in der DDR vom Minis­te­ri­um für Staats­si­cher­heit ange­wor­ben. Mit der Aus­sicht auf Pri­vi­le­gi­en und beruf­li­chen Auf­stieg ver­hält er sich anfangs lini­en­treu, bis er die per­fi­den Metho­den nicht mehr mit­tra­gen will. Beim Ver­such, sich der Sta­si zu ent­zie­hen, fliegt er jedoch auf und gerät in den gna­den­lo­sen Jus­tiz­ap­pa­rat. Inten­si­ves His­to­ri­en­dra­ma mit beklem­men­der Bild­spra­che, das über die ambi­va­len­te, prä­zi­se ver­kör­per­te Haupt­fi­gur die unab­wend­ba­re Ver­stri­ckung ins Netz des Regimes greif­bar macht. Dabei wen­det es sich mit dem rigi­den Jus­tiz­sys­tem und der Todes­stra­fe ein­drück­lich auch „blin­den Fle­cken“ der DDR-Auf­ar­bei­tung zu. (FILM­DIENST)

  • Napo­la

     

    2004 | 117 Min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Deutsch­land 1942: Der 17-jäh­ri­ge Fried­rich Wei­mar ist ein begab­ter Boxer. Er ent­schei­det sich gegen den Wil­len sei­ner Eltern auf die Napo­la Allen­stein zu gehen, als er die Chan­ce dazu bekommt. Dort lernt er den Sohn des Gau­lei­ters, den sen­si­blen Albrecht Stein, ken­nen. Die bei­den sehr unter­schied­li­chen Cha­rak­te­re wer­den Freun­de, aber ihre Freund­schaft wird auf eine har­te Pro­be gestellt. Ein beein­dru­cken­der, preis­ge­krön­ter Film, der sich mit einem bis­lang wenig beach­te­ten The­ma, den Natio­nal­po­li­ti­schen Erzie­hungs­an­stal­ten, beschäf­tigt.

  • Para­si­te

     

    2019 | 123 min. | FSK 16 | emp­foh­len ab 16

    Der Sohn einer armen Fami­lie ergau­nert sich den Job eines Pri­vat­leh­rers bei einer neu­rei­chen Fami­lie und bringt nach und nach sei­ne Ange­hö­ri­gen in dem lich­ten Haus über der Stadt Seo­ul unter. Aller­dings ent­puppt sich der Gegen­satz von Arm und Reich, Oben und Unten, Wirt und Para­sit im Lau­fe der Hand­lung als mehr­deu­tig, bis ein sint­flut­ar­ti­ger Wol­ken­schau­er die Sta­tik der Ver­hält­nis­se gänz­lich zum Ein­sturz bringt. Die sty­li­sche Gesell­schafts­gro­tes­ke schraubt sich in immer absur­de­re Höhen, han­delt im Kern aber von einer Gesell­schaft, in der Gier und Maß­lo­sig­keit das Ver­hal­ten bestim­men. Ein sou­ve­rän insze­nier­ter Gen­re-Hybrid aus Dra­ma, Far­ce und Para­bel, der über die korea­ni­schen Ver­hält­nis­se hin­aus auf eine fun­da­men­ta­le Kri­tik des west­li­chen Lebens‑, Arbeits- und Kon­sum­mo­dells zielt. (FILM­DIENST)

  • Pla­s­tic Fan­ta­stic

     

    2023 | 101 min. | FSK 0 | emp­foh­len ab 12

    Die Pro­duk­ti­on von Kunst­stof­fen hat in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten gigan­ti­sche Aus­ma­ße ange­nom­men. Ein Groß­teil besteht aus Ein­weg­ver­pa­ckun­gen, von denen sich nur ein Bruch­teil recy­celn lässt. Der Rest wird ver­brannt oder lan­det in der Natur, wo er als Mikro­plas­tik in die Nah­rungs­ket­te gelangt. Der Doku­men­tar­film unter­nimmt eine Rei­se in die Welt der Kunst­stof­fe, lässt Lob­by­is­ten wie Wis­sen­schaft­ler und Umwelt­schüt­zer zu Wort kom­men und zeigt an vie­len Bei­spie­len, dass die Kunst­stof­fe immer mehr wer­den. Dabei nimmt er durch detail­lier­te Infor­ma­tio­nen, eine sou­ve­rä­ne Mon­ta­ge und eine ein­drucks­vol­le Kame­ra­ar­beit für sich ein. (FILM­DIENST)

  • Son­ne und Beton

     

    2022 | 114 min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    Die Gro­pi­us­stadt in Ber­lin-Neu­kölln ist eine Hoch­haus­sied­lung, in der drei her­an­wach­sen­de Jungs in einem ultra­hei­ßen Som­mer in einem Tru­del aus sozia­ler Här­te, Hass und Gewalt unter­zu­ge­hen dro­hen. Der nach dem auto­bio­gra­fi­schen Roman­de­büt von Felix Lob­recht ent­stan­de­ne Film erzählt mit kras­ser Milieu­spra­che, der­bem Witz, Pas­si­on und Poe­sie von einer Jugend inmit­ten von Dro­gen, Ban­den­krie­gen und fami­liä­ren Abgrün­den. Dass einer von ihnen dabei fast drauf­geht, mer­ken die ande­ren erst reich­lich spät. (filmwerk.de)

  • The Cir­cle

     

    2017 | 110 min. | FSK 12

    Mae Hol­land ist über­glück­lich, als ihre bes­te Freun­din Annie ihr einen Job bei „The Cir­cle“ ver­schafft, einer der Senk­recht­star­ter im Social-Media-Busi­ness. Für die jun­ge Frau eine Chan­ce, für die sie alles tun wür­de. Als der cha­ris­ma­ti­sche CEO der Fir­ma, Eam­on Bai­ley, das Poten­zi­al der ehr­gei­zi­gen neu­en Mit­ar­bei­te­rin erkennt, möch­te er sie für ein neu­es Pro­jekt gewin­nen: Per Kame­ra soll Mae ihr kom­plet­tes Leben mit der Com­mu­ni­ty tei­len. Kei­ne Geheim­nis­se, kei­ne Lügen. Mae wil­ligt ein. Denn schließ­lich glaubt sie an das, wofür die Fir­ma steht. Schnell erkennt sie jedoch, dass tota­le Trans­pa­renz und tota­le Über­wa­chung oft­mals Hand in Hand gehen.

  • The Zone of Inte­rest

     

    2023 | 106 min. | FSK 12 | emp­foh­len ab 14

    In den 1940er-Jah­ren bewohnt die Fami­lie des KZ-Kom­man­dan­ten Rudolf Höß in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zum Ver­nich­tungs­la­ger ein Haus mit einem gro­ßen Gar­ten. Als Höß ver­setzt wer­den soll, droht das Fami­li­en­idyll zu zer­bre­chen. Sei­ne Frau wei­gert sich, ihr „Traum­haus“ zu ver­las­sen. Das his­to­ri­sche Dra­ma fußt auf dem gleich­na­mi­gen Roman von Mar­tin Amis und seziert in nüch­ter­nen, undra­ma­ti­schen Bil­dern die ver­stö­ren­de Nor­ma­li­tät der Täter, die sich im Schat­ten der Todes­fa­brik ein Para­dies erschaf­fen haben. Die Radi­ka­li­tät und Wucht des scho­ckie­ren­den Films resul­tie­ren aus sei­nen schwer erträg­li­chen Kipp­bil­dern zwi­schen All­tag und Schre­cken, in die die Rea­li­tät der Ver­nich­tung nur über die Ton­spur dringt. (FILM­DIENST)

  • Win­ter­toch­ter

     

    2011 | 90 min. FSK 0 | emp­foh­len ab 12

    Zwi­schen den Jah­ren bege­ben sich die zwölf­jäh­ri­ge Kat­ta­ka und die 75-jäh­ri­ge Lene auf eine für bei­de sehr auf­re­gen­de Rei­se von Ber­lin nach Polen. Kat­ta­ka macht sich auf die Suche nach ihrem leib­li­chen Vater, einem rus­si­schen Matro­sen, der gera­de mit sei­nem Schiff in Dan­zig liegt – Lene auf die Suche nach ihrer bis­her ver­dräng­ten Ver­gan­gen­heit, in der sie wäh­rend des Krie­ges aus Masu­ren flie­hen muss­te und ihre Eltern ver­lo­ren hat.
    Eine Geschich­te über Freund­schaft zwi­schen ver­schie­de­nen Gene­ra­tio­nen und Natio­nen und über den Mut, sich dem Leben zu stel­len.

  • Will­kom­men auf Deutsch

     

    2015 | 89 min. FSK 0 | 
    Doku­men­tar­film

    Der Land­kreis Har­burg liegt zwi­schen der Lüne­bur­ger Hei­de und Ham­burg. 240.000 Ein­woh­ner leben dort, in klei­nen Städ­ten und Gemein­den wie Tes­pe oder Appel. Wie über­all in Deutsch­land sol­len auch in die­sen bei­den Orten Asyl­be­wer­ber unter­ge­bracht wer­den. In Appel bei­spiels­wei­se 53 jun­ge Män­ner. Rei­ner Kamin­ski, der als Lei­ter des Fach­be­reichs Sozia­les für ihre Unter­brin­gung zustän­dig ist, plant seit lan­gem, wo genau dies mög­lich ist. Doch Appel wehrt sich gegen die Plä­ne. Denn eini­gen Ein­woh­nern der 400 See­len-Gemein­de, wie etwa Hart­mut Prahm, erscheint die­se Zahl zu hoch. Aus die­sem Grund hat er eine Bür­ger­initia­ti­ve dage­gen gegrün­det. In Tes­pe wie­der­um begeg­nen wir Lari­sa, 21 Jah­re alt, die mit ihrer Mut­ter und ihren fünf Brü­dern in einer Woh­nung unter­ge­bracht wur­de. Doch jeden Tag muss die Fami­lie, die aus Tsche­tsche­ni­en geflo­hen ist, fürch­ten, wie­der abge­scho­ben zu wer­den. Die Nach­barn begeg­nen ihnen mit zurück­hal­ten­dem Arg­wohn. Bis auf weni­ge Aus­nah­men wie bei­spiels­wei­se Inge­borg Neu­pert. Die Rent­ne­rin küm­mert sich um die Fami­lie, gibt den Kin­dern Deutsch­un­ter­richt, redet mit ihnen. Denn für sie wäre es unvor­stell­bar, weg­zu­se­hen, wo Hil­fe nötig ist. Die­se vier Men­schen, die Cars­ten Rau und Hau­ke Wend­ler in ihrem Doku­men­tar­film mit vie­len ande­ren por­trä­tie­ren, ste­hen bei­spiel­haft für die ver­schie­de­nen Facet­ten, wel­ches das bri­san­te poli­ti­sche The­ma mit sich bringt. Ein gro­ßes Ver­dienst des Films ist dabei, dass er sämt­li­che Per­spek­ti­ven auf­zeich­net, ohne zu urtei­len. Die Posi­ti­on der Bür­ger­initia­ti­ve wird genau­so neu­tral und sach­lich wie­der­ge­ge­ben wie die der Asyl­be­wer­ber oder der Ver­wal­tung, die sich mit büro­kra­ti­schen Zwän­gen und Vor­ga­ben her­um­schla­gen muss und dabei nicht mehr auf das ach­ten kann, was eigent­lich immer im Zen­trum ste­hen müss­te: die Mensch­lich­keit. Das aber zei­gen Men­schen wie Inge­borg, die selbst­los hilft, wo sie nur kann oder auch die Asyl­be­wer­ber, die vol­ler Hoff­nung auf einen Neu­an­fang sind, weil sie ihr bis­he­ri­ges Leben hin­ter sich las­sen muss­ten und dank­bar nach jeder Mög­lich­keit grei­fen, die ihnen gege­ben wird. Rau und Wend­ler stel­len rich­ti­ge und wich­ti­ge Fra­gen, hal­ten sich aber kom­plett im Hin­ter­grund, geben den Men­schen Zeit, ihre Gedan­ken zum Aus­druck zu brin­gen. Ein­ge­bet­tet in die schö­nen Bil­der des Land­krei­ses Har­burg, in dem Back­stein­häu­ser in länd­li­cher Idyl­le bei­ein­an­der ste­hen, zeigt der Film ein Stück deut­sche Rea­li­tät, das sich eins zu eins in ande­re Gegen­den unse­res Lan­des über­set­zen lässt. Das ist manch­mal amü­sant, manch­mal tief tra­gisch. Aber immer erhel­lend, infor­ma­tiv und berüh­rend. WILL­KOM­MEN AUF DEUTSCH ist ein klug erzähl­ter Doku­men­tar­film, der Pro­ble­me beschreibt. Und gleich­zei­tig Mög­lich­kei­ten zeigt, sie mit­ein­an­der zu lösen.

Für Erwach­se­ne

  • Are­na 196 — Zwi­schen Wen­de, Wahl und Wirk­lich­keit


    2023 | 90 Min. | FSK 0 |

    Der Film beglei­tet fünf Kan­di­da­ten im Thü­rin­ger Wahl­kreis 196 beim Bun­des­tags­wahl­kampf im Jahr 2021: Frank Ull­rich von der SPD, Hans-Georg Maa­ßen von der CDU, San­dro Witt von Die LIN­KE, Gerald Ull­rich von der FDP, Ste­pha­nie Erben vom Bünd­nis 90/DIE GRÜ­NEN und Ste­fan Schel­len­berg von der ÖDP. Die Kan­di­da­ten müs­sen stra­te­gisch vor­ge­hen, uner­war­te­te Her­aus­for­de­run­gen bewäl­ti­gen und zuletzt dem Druck der Demo­kra­tie und der poli­ti­schen Pro­zes­se stand­hal­ten.

  • Mon­sieur Clau­de und sei­ne Töch­ter (Film)

     

    2014 | 97 min. FSK 0 | emp­foh­len ab 14

    Mon­sieur Clau­de und sei­ne Frau Marie sind ein zufrie­de­nes Ehe­paar in der fran­zö­si­schen Pro­vinz und haben vier ziem­lich schö­ne Töch­ter. Am glück­lichs­ten sind sie, wenn die Fami­li­en­tra­di­tio­nen genau so blei­ben wie sie sind. Erst als sich drei ihrer Töch­ter mit einem Mus­lim, einem Juden und einem Chi­ne­sen ver­hei­ra­ten, gera­ten sie unter Anpas­sungs­druck. In die fran­zö­si­sche Lebens­art weht der rau­he Wind der Glo­ba­li­sie­rung und jedes gemüt­li­che Fami­li­en­fest gerät zum inter­kul­tu­rel­len Minen­feld. Musik in den Eltern­oh­ren ist da die Ankün­di­gung der jüngs­ten Toch­ter, einen – Hal­le­lu­jah! – fran­zö­si­schen Katho­li­ken zu hei­ra­ten. Doch als sie ihrem vier­ten Schwie­ger­sohn, dem schwar­zen Charles, gegen­über­ste­hen, reißt Clau­de und Marie der Gedulds­fa­den. Geschwächt durch Beschnei­dungs­ri­tua­le, Hühn­chen halal und kosche­res Dim Sum ist ihr Tole­ranz­vor­rat rest­los auf­ge­braucht. Doch auch Charles’ Fami­lie knirscht über die­se Par­tie mäch­tig mit den Zäh­nen. Weni­ger um bei den Hoch­zeits­vor­be­rei­tun­gen zu hel­fen als sie zu sabo­tie­ren las­sen sich die Eltern auf ein Ken­nen­ler­nen ein. Was folgt ist ein Gemet­zel der natio­na­len Res­sen­ti­ments und kul­tu­rel­len Vor­ur­tei­le. Bis das fami­liä­re Federn­rup­fen dem Braut­paar die Lust an der Hoch­zeit zu ver­der­ben droht … (Quel­le: Pres­se­heft)

Marc Hup­feld

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